Journalismus Lab fördert sieben innovative Audioprojekte

Das Förderprogramm „Audio Innovation“ der Landesanstalt für Medien NRW soll Medienunternehmen und Medienschaffenden die Möglichkeit geben, innovative Ideen voranzubringen, um so die Audiolandschaft in NRW zu stärken. Dazu werden in der diesjährigen Förderrunde insgesamt 250.000 Euro bereitgestellt.

Stabilisierung des Mediensystems durch Innovationsförderung im Audiosektor

„Die Entwicklung und Realisierung der ausgewählten Projekte soll die Audiolandschaft in NRW nachhaltig weiterentwickeln und so die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Wir als Journalismus Lab setzen auf Vielfalt und Innovation, um den Medienstandort NRW zu stärken und die lokale Medienlandschaft zu unterstützen. In diesem Jahr konnten wir erfreut feststellen, dass die Zahl ambitionierter, qualitativ hochwertiger Anträge mit hohen Fördersummen gestiegen ist. Besonders freut uns, dass von vielen Projekten ein Signal der Kooperation ausgeht – im Lokalen, über Bundesländer hinweg und zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Häusern“, kommentiert Simone Jost-Westendorf, Leiterin des Journalismus Lab, die diesjährige Ausschreibung.

Förderprojekte

Aus insgesamt 19 Bewerbungen wurden anhand der Förderkriterien sieben Projekte ausgewählt, die das Potential haben, einen Mehrwert für die Audiobranche in NRW zu bieten. Die Projekte reichen dabei von der Entwicklung von Prototypen und Technologien („Proof of Concept“) bis hin zu innovativen Weiterentwicklungen bestehender Produkte. Die Fördersumme einzelner Projekte richtet sich nach dem in der Projektkalkulation aufgestellten Bedarf.

1. Kooperative, offene Plattform für Audio-Magazine

ams Radio & MediaSolutions, WDR Mediagroup, nacamar: Proof of Concept für ein gemeinsames Plattform-Angebot von privaten und öffentlich-rechtlichen Medienhäusern als Bündnis für Qualitätsjournalismus. Der Fokus liegt dabei auf Audio-Inhalten, die als Audio-Magazine aufbereitet werden.

2. Automatisierung von Metadaten für Radiosender

Radioplayer Deutschland: Automatische Erstellung und Verbreitung von Metadaten für alle Mitglieds-Radiosender des Radioplayers mittels Audio-Fingerprinting. Im Rahmen des Projekts zunächst für Musiktitel, künftig womöglich auch für weitere Inhalte, womit auch der Grundstein für ihre mögliche Verknüpfung untereinander gelegt wird. Metadaten tragen entscheidend zur Auffindbarkeit und zu einem guten Nutzungserlebnis von Radiosendern und Audio-On-Demand-Angeboten auf allen Endgeräten und Benutzeroberflächen bei.

3. Synthetische Stimmenwelt für News-Beiträge

RTL interactive: Entwicklung einer synthetischen Stimmenwelt für die Mediengruppe RTL, zunächst zur Aufbereitung von News-Texten als Hörbeiträge und zur Erstellung eines personalisierten Audio-Briefings.

4. Kooperative Entwicklung des trimedialen Formats „Quarta Parete“

STUDIO 47, Radio Duisburg Jugendredaktion, Ruhrpodcast: Kooperative Entwicklung des trimedialen Konzepts „Quarta Parete“, das die Stärken der Kanäle Hörfunk, Fernsehen und Podcast vereint. Ziel ist es, die „vierte Wand“ zwischen Medien und Publikum zu durchbrechen, dadurch eine aktiv beteiligte Community aufzubauen und neue Zielgruppen anzusprechen.

5. Weiterentwicklung der FFH+-Technologie für andere Radiosender

Radio / Tele FFH, radio NRW: Weiterentwicklung der FFH+-Technologie zu eigenständigem Service für andere Radiosender, zunächst anhand eines Prototyps in Kooperation mit radio NRW. FFH+ ermöglicht es, Webstreams mit unterschiedlichen Musikfarben unter Beibehaltung der redaktionellen Inhalte zu erstellen.

6. Interaktive „RAUDIO“-App

Sportradio NRW: Entwicklung einer interaktiven „RAUDIO“-App als Special-Interest-Plattform für Sport in NRW. Der Fokus liegt dabei auf der aktiven Einbindung der Hörenden, unter anderem auch zur Erstellung von Inhalten wie beispielsweise Meinungen und Emotionen direkt aus dem Stadion bzw. der Spielstätte.

7. Franchise-Modell für lokale Podcast-App „Lopodio“

Lopodio: Aufbau eines Franchise-Modells der App „Lopodio“, die lokale Podcast-Inhalte bündelt. Lopodio ist erfolgreich in der Region Soest gestartet und soll nun einfach in anderen Regionen adaptiert werden können.

Diese sieben Projekte werden in den nächsten sechs Monaten ihre Projekte (weiter-)entwickeln und dabei die finanzielle Förderung durch das Journalismus Lab der Landesanstalt für Medien in Anspruch nehmen.

Über das Journalismus Lab:

Das Journalismus Lab der Landesanstalt für Medien NRW ist ein unabhängiger Inkubator für die Medienbranche. Dessen Mission ist es, professionellen Journalismus dabei zu unterstützen, innovativer, nutzerzentrierter sowie konkurrenzfähiger zu machen. Das Journalismus Lab gibt Impulse für die Entwicklung von Geschäftsmodellen, Formaten und Technologien, dabei immer mit dem Ziel, Innovation und Vielfalt in der Medienlandschaft zu fördern. Leiterin des Journalismus Lab ist Simone Jost-Westendorf. Mehr über das Journalismus Lab unter https://www.journalismuslab.de/

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