Rundfunkgeschichte vom 29. Januar

Peter von Zahn ist einer der Männer, die das Radio in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder neu aufbauen. Am 29. Januar 1913 wird er in Chemnitz geboren. Im Juni 1945 wird er Redakteur und Kommentator bei Radio Hamburg, das kurz darauf in den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) umgewandelt wird. Er wird der erste Leiter der Hauptabteilung Wort. Er wird Korrespondent und Studioleiter in Düsseldorf, doch mit seinem Chef, Generaldirektor Adolf Grimme gibt es immer wieder Ärger wegen zu provokanter Aussagen.
Daraufhin geht von Zahn als erster festangestellter deutscher Auslandskorrespondent nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA. Ab 1951 berichtet er für das deutsche Radio, ab 1955 auch für das Fernsehen. Ausschnitte sind erhalten geblieben:
https://www.youtube.com/watch?v=sT2Wh-NpAsE

1960 wandert der prominente Journalist ab – zur Freien Fernsehen Gesellschaft (FFG), die für ihr Aushängeschild erheblich mehr zahlt. Von Zahn gründet ein privates Auslandsreporternetz, die Windrose Film- und Fernsehproduktions GmbH, deren Geschäftsführer er von 1961 bis 1980 ist. Die FFG löst sich schnell auf, aber der WDR übernimmt Filme mit großem Erfolg.

Nach seiner Zeit in den USA arbeitet Peter von Zahn als freier Autor, Regisseur und Produzent. Er erstellt fast 3000 Hörfunkbeiträge und über 1000 Fernsehfilme, zumeist Reportagen. Viel Beachtung bekommt er zuletzt für die von ihm in den 1980er-Jahren gestaltete ZDF-Vorabendsendung „Bilder, die die Welt bewegten“. 2001 verstirbt Peter von Zahn in Hamburg nach langer schwerer Krankheit.